Schatten-ID, ein Sorgenkind mit guten Eigenschaften

Immer mehr Arbeitnehmer nutzen im Büro ihre eigenen Geräte mit diversen Apps und den damit verbundenen Risiken in Hinblick auf Sicherheit und Privatsphäre. Als IT-Manager würde man diese Apps wahrscheinlich am liebsten aus dem Unternehmen verbannen. Leider… Ist das weder möglich, noch besonders vernünftig. Die bessere Lösung ist es, eine Übersicht über die Apparate und Apps zu bekommen und diese, sofern nötig, zu blockieren, bevor diese Schäden verursachen.

Schatten-IT besteht schon, seitdem mit Computern gearbeitet wird. In der Anfangszeit brachten Arbeitnehmer ihre Lieblingsprogramme auf Disketten mit, die so ihren Weg ins Unternehmensnetzwerk fanden. Mittlerweile arbeiten viele Unternehmen mit einer Bring Your Own Device-Politik (BOYD). Das bedeutet häufig eine wilde Zunahme mobiler Apparate. Arbeitnehmer beschäftigen sich immer mehr damit, ihre eigenen Lieblingsapps zu entdecken, herunterzuladen und zu nutzen. All diese Apparate, Apps und Clouddienste stellen die IT-Abteilung vor ernsthafte Probleme.

Warum ist Schatten-IT schädlich?
In einem durchschnittlichen Unternehmen sind hunderte verschiedene Apps in Gebrauch. Mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmer nutzen hierbei Apps, die nicht von der IT-Abteilung genehmigt wurden.
Wenn diese kein gutes Bild von den genutzten Apparaten und Apps innerhalb der Organisation hat, kann das in errnsthaften Sicherheitsproblemen resultieren. Laut Gartner werden im Jahr 2020 etwa 33 Prozent sämtlicher Angriffe innerhalb von Unternehmen durch Schatten-IT verursacht.
Obendrein besteht das Risiko, dass durch die Nutzung von Apps sensible Informationen bekannt werden. Das ist unerwünscht und kann gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen.
Auch ist es nicht sonderlich effizient, innerhalb einer Organisation verschiedene Apps zu nutzen, die das gleiche Ziel verfolgen. Wenn verschiedene Arbeitnehmer oder Abteilungen zum Teilen von Dokumenten oder zur Zusammenarbeit ihre eigenen Apps verwenden, ist das nicht sehr förderlich für die Produktivität.

Schatten-IT ist nicht aufzuhalten
Heißt das, dass die IT-Abteilung alle unbekannten Apps blockieren sollte? Das klingt verlockend, ist jedoch nicht nur kompliziert in der Umsetzung, sondern ist zudem auch unerwünscht.
Arbeitnehmer werden immer einen Weg finden, ihre Lieblingsapps ins Unternehmen zu bekommen. Außerdem sind Menschen nun einmal produktiver, wenn ihnen die richtigen Tools zur Verfügung stehen. Manchmal sind das Apps, die einfach besser sind, als die Apps, die von der Organisation genutzt werden. Viele Arbeitnehmer sind letztlich sehr gut über die neusten Entwicklungen informiert. Schatten-IT kann somit auch als eine Art Barometer gesehen werden, das angibt, welche Apps Mitarbeiter brauchen.

Entdecken ist wichtig
Das Schatten-IT positive Seiten hat, nimmt nicht weg, dass es wichtig ist, die Übersicht über die innerhalb der Organisation verwendeten Geräte und Apps zu bewahren.
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Deutliche Übersichten zeigen, welche Apps genutzt werden und welche ein hohes Risiko bedeuten. Anschließend können Sie unerwünschte Apps mit ein paar Klicks blockieren.